Pejo (Peter-Josef) Weiß (*1926 2012) wäre begeistert von dem Wanderweg der seinen Namen trägt. Faszinierende Naturerlebnisse, geschichtsträchtige Orte und romantische Pfade machen ihn zu einem ständigen Erlebnis.
Diese Runde, grob um Bergstein und den Aussichtsturm Krawutschke herum, ist konditionell kurz und knackig mit einem kräftigen Hauptanstieg zwischen dem Kalltal und den Höhenorten Brandenberg und Bergstein. Im Uhrzeigersinn fährt man erst relativ flach durch das Kall- und Tiefenbachtal, dann steil hinauf nach Brandenberg und später wieder sehr steil hinunter nach Zerkall. Hier findet man den Nationalpark-Infopunkt, von dem aus sich ebenfalls der Start- und Endpunkt der Strecke anbietet. Alternativen sind der Bahnhofs-Parkplatz oder die Parkplätze der Kirche in Zerkall oder die Parkplätze des Krawutschketurmes in Bergstein.
Die Fließgewässer samt ihrer Auen sind ein typischer und ökologisch wertvoller Bestandteil der Rureifel mit einem großen Tier- und Pflanzenreichtum. Diese Vielfalt ist den Bauern zu verdanken, die die Wiesen über Jahrhunderte hinweg gemäht haben. Als moderne dorfnahe Bewirtschaftungsformen die Heumahd in den Tälern nicht mehr lohnend machten, wurden dort Fichten angepflanzt. Derzeit ist man vielerorts bemüht, die ursprüngliche Auenvegetation wiederherzustellen.
An vielen Stellen des Wanderwegs ist die charakteristische Terrassenbildung erkennbar. Sie entsteht, wenn ein Fluss nicht mehr in der Lage ist, seine Geröllfracht weiter zu transportieren und diese in der Talaue ablagert. Vertieft sich ein Fluss durch einen Klimawechsel wieder, so zerschneidet er die vorher aufgebaute Terrasse. Ihre Funktion als Verkehrswege erhielten die vormals sumpfigen Täler der Eifel erst nach der Flussregulierung zu Beginn des 20. Jahrhunderts.