Totholz und Wurzelteller – Lebensräume voller Überraschungen

Stolberg

Heute geöffnet

Wo ein Baum fällt, entsteht ein neuer Lebensraum: Totholz ist im Wald kein Abfall, sondern ein wichtiger Teil des Ökosystems.

Denn umgestürzte Bäume und ihre Wurzelteller schaffen kleine Landschaften aus Wurzeln, freiliegendem Boden und Mulden, die sich deutlich vom umgebenden Waldboden unterscheiden.

Der obere Bereich eines Wurzeltellers erwärmt sich oft stärker als die Umgebung. Reptilien, Insekten und Wildbienen nutzen diese sonnigen Stellen, um zu jagen oder ihre Nester anzulegen. In der Mulde darunter bleiben Bereiche länger feucht, manchmal entstehen kleine Wasserstellen – ein Anziehungspunkt für Amphibien und viele Kleintiere. Das dichte Wurzelwerk bietet außerdem geschützte Plätze, etwa für Nester und Verstecke.

Mit der Zeit wird das Holz von Pilzen, Bakterien und zahlreichen Kleintieren abgebaut. So entstehen Lebensräume für spezialisierte Arten, die ohne Totholz fehlen würden.

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