Die Hausweberei Johnen – vom Heimfleiß zur Mechanik

Roetgen

Heute geöffnet
Die Weberei Johnen erzählt vom Wandel vom Handwerk zur Mechanik – vom leisen Klappern der Handwebstühle zum gleichmäßigen Takt der Maschinen.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts arbeiteten in vielen Roetgener Häusern noch Menschen an ihren Webstühlen. Mit dem elektrischem Strom und neuen Techniken änderte sich das Handwerk spürbar – auch in der Greppstraße, wo die Familie Johnen eine Lohnweberei betrieb.

Die Werkhalle mit ihren charakteristischen Dachoberlichtern markiert diesen Übergang. Hier bedienten Vater und Söhne bis zu vier Webstühle, die feinste Kammgarnstoffe produzierten. Das blaue Glas im Dach verhinderte das Ausbleichen der Garne – ein kleines Detail, das viel über Präzision und handwerkliche Sorgfalt verrät.

Solche Familienbetriebe prägten Roetgen bis weit in die Nachkriegszeit. Heute sind nur noch wenige dieser Hallen erhalten, Sie erinnern an eine Zeit, in der Erfindungsgeist, Anpassungsfähigkeit und Gemeinschaft den Alltag des Dorfes bestimmten.

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