Auf Karbonfels gebaut – die Burg und das urzeitliche Stolberg

Stolberg

Heute geöffnet
Über der Altstadt erhebt sich die Stolberger Burg – und unter ihr beginnt die Zeitreise.

Der helle Kalkstein, auf dem sie steht, entstand vor rund 350 Millionen Jahren auf dem Grund eines tropischen Meeres. Unzählige kleine Lebewesen lagerten hier ihre Kalkschalen ab. Über lange Zeit verdichteten sich diese Ablagerungen, Schicht für Schicht, bis aus weichem Schlamm harter Riffkalk wurde. In ihm sind noch heute Spuren von Korallen, Algen und Muscheln eingeschlossen – ein erstarrtes Stück Ozeanboden.

Später griff der Mensch in diese Landschaft ein. Im Steinbruch Gehlens Kull wurde Kalk gebrochen, gebrannt und als Baustoff genutzt – auch für die Mauern der Burg. So liegen hier zwei Zeitalter dicht beieinander: das der Erdgeschichte und das der Menschen, die daraus ihren Lebensraum formten.

Tipp: Nimm dir einen Moment am Aussichtspunkt oberhalb der Burg. Von hier aus siehst du, wie Natur, Stein und Stadt ineinander übergehen – ein lebendiges Geschichtsbuch aus Fels.

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