Nideggen Rath Kickley

Dorfspaziergang Rath

Nideggen

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Nicht nur die fast 800 Einheimischen, sondern auch Urlauber wissen die exponierte Lage Raths sehr zu schätzen. Im Südwesten schließt sich mit der Mausauel die spektakuläre Fels-, Wald- und Wasserlandschaft der Rureifel an. Richtung Osten öffnet sich das schier unendliche Panorama der Börde mit Blicken bis in die Kölner Bucht. Diese privilegierte Ortslage verdankt sich einer Rodung, ablesbar am Namen Rath. Bezeichnungen oder Endungen wie Rath, Rade oder Rode fanden überall dort Eingang in die Sprache, wo Waldfl ächen für eine Besiedlung gerodet wurden. Vermutlich in der fränkischen Zeit gründete sich um drei Höfe herum das Dorf am Anstieg zur Eifel. Erstmals erwähnt wird Rath in einer Lehensurkunde der Herren von Heinsberg und Blankenheim im Jahr 1307. Bodenfunde lassen jedoch schon auf eine römische Besiedlung in den ersten Jahrhunderten nach Christus schließen. Bis zur französischen Besatzungszeit gehörte Rath zur Herrschaft Drove, 1804 folgte die Zuordnung zum Amt Nideggen. Das hielt die Rather Bürger nicht davon ab, 1858 „ihre“ St. Antonius Kapelle zu errichten. Die Kirche etablierte sich über viele Jahre als Zentrum des dörfl ichen Lebens und ist bis heute das bauliche Wahrzeichen des aussichtsreichen Bördedorfes.

Es ist das Privileg des Fußgängers, in Ruhe einen Ort erkunden und an den besten Stellen verweilen zu können. Schnell kann so aus einem kurzen Spaziergang – wie dem Rundgang durch Rath – ein stundenlanges Vergnügen werden. Schon die erste Station, der Aussichtspunkt Kickley, macht es mit dem grandiosen Blick ins malerische Rurtal schwer, sich wieder loszueisen. Von der Höhe geht es im Bogen Richtung Dorfmitte bis der Bildstock „Zum Horstet“ vor einer kontrastierenden Betonmauer ins Auge springt. Der oft frische Blumenschmuck beweist: So wie Maria über das Wohl der Passanten wacht, wachen die Rather ihrerseits über die Muttergottesfi gur. Ein kurzes Stück führt der Weg entlang der Ortsdurchfuhrt und wendet sich dann in südwestlicher Richtung hin zum Wegekreuz an der „Paffenkaul“. Es war eine Station, der früher häufi g gegangenen Bittprozession der „Sieben Fußfälle“. Dann heißt es bald wieder: Achtung Aussicht! Fast grenzenlos scheint sich die Börde unterhalb von Rath auszudehnen. Dieses Panorama genießend führt die Schleife weiter entlang einer kleinen Obstbaum-Parade – jeder Baum ein Botschafter alter, einheimischer Obstsorten. Ebenfalls an vergangene Zeiten erinnert „et Spritzehüüsje“, vielleicht das kleinste (nicht-öffentliche) Heimatmuseum in weitem Umkreis. Schon bald danach kommt das bauliche Wahrzeichen Raths, die St. Antonius Kapelle in Sichtweite. Sie heißt Besucher gerne willkommen und ist mit ihrer schlichten Ausstattung ein ansprechender Ort, um die Eindrücke der aussichtsreichen Rath-Runde nachwirken zu lassen.

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Infos zu dieser Route

Start: Parkplatz „An den Eichen“

Ziel: Parkplatz „An den Eichen“

Streckenlänge: 5 km

Dauer: 01:20 h

Schwierigkeitsgrad: leicht

Tourenart: Wandern

Merkmale:

  • Rundtour
  • familienfreundlich

Rureifel-Tourismus e.V.

An der Laag 4
52396 Heimbach
Telefon: 0049 2446 805790

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