Struffelt: Hochmoor als empfindlicher Lebensraum

Roetgen

Heute geöffnet
Was auf den ersten Blick karg wirkt, ist in Wirklichkeit vielfältig – und sehr empfindlich. Der Struffelt ist ein Hochmoor zwischen Roetgen und der belgischen Grenze. Es gehört zu den letzten seiner Art in der Nordeifel.

Dabei besteht es aus vielen eng miteinander verbundenen Lebensräumen: Feuchte Moorflächen, Heide mit Ginster oder Birken liegen hier dicht beieinander. Torfmoose speichern große Mengen Wasser und prägen so den Boden des Moors. Zwischen dem Wollgras leben spezialisierte Insektenarten, die genau an diese Bedingungen angepasst sind.

Damit diese offene Landschaft erhalten bleibt, wird der Struffelt gezielt gepflegt. Schafe verhindern zum Beispiel, dass sich Sträucher und Bäume ausbreiten und das Moor allmählich verschwindet. So bleiben wichtige Lebensräume für seltene Arten wie den Hochmoorbläuling oder das Braunkehlchen erhalten. Auch Zugvögel, die das Gebiet als Rastplatz nutzen, profitieren davon.

Aber Vorsicht: Das Hochmoor reagiert empfindlich auf Veränderungen. Schon kleine Eingriffe können das Gleichgewicht stören. Rücksicht ist deshalb Teil des Schutzes – und Voraussetzung dafür, dass diese besondere Landschaft bestehen bleibt.

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