Eifel-Blick "Burgberg"

Hürtgenwald

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Auf dem weithin sichtbaren, aufgrund seiner Kegelform auffälligen und genau 400 m hohen Burgberg wurde Mitte der 1980er Jahre bei Ausgrabungen nachgewiesen, dass sich dort im Hochmittelalter zwischen 1090 und 1198 die ehemalige "Reichsburg Berinsteyn" befunden hat.

Vom "Krawutschketurm", nach dem Eifelwanderer Franz Krawutschke benannt, bietet sich ein atemberaubender Blick über die Höhenzüge der Eifel.
Vom Parkplatzrand schweift der Blick über das sich weitende Tal der Rur mit dem Staubecken Obermaubach über den Rand der Eifel hinaus in die Jülicher Börde und die Kölner Bucht.

Am "Krawutschketurm" führt der Walderlebnispfad vorbei. Entlang eines kleinen Rundwegs bietet der Walderlebnispfad für große und kleine Besucher neben Erläuterungstafeln diverse Holzspielgeräte und kleinere Anlagen zum Entdecken der hiesigen Flora und Fauna.

Sie können ebenfalls den Besuch des Krawutsche-Turms mit einer Wanderung auf dem "Heinrich-Böll-Weg" [35]. Für die Mountain-Biker verläuft die rund 15 km lange MTB Runde E "Krawutschketour" entlang des Burgbergs und des Turms.

Der Namensgeber:
Franz Krawutschke - Würdigung eines Wanderpioniers der Eifel

Die Schilder des Eifelvereins sind „gute alte Bekannte“. Früher nur schwarz auf weiß, seit neuestem auch farbig, führen sie uns auf den schönsten Wegen durch die Eifel.. Und doch kennen wenige Passant den Namen Franz Krawutschke(1862-1940). Dabei ist es seinem Pioniergeist mit zu verdanken, dass die Nordeifel nach und nach ihr Image als hinterwäldlerisches Armenhaus verlor. Mit unermüdlichem Fleiß legten er und die Aktiven des Eifelvereins ein Wegenetz für Wanderer an. Mehr und mehr Menschen betraten so das „Neuland“ südlich von Düren. Orte wie Nideggen erwachten aus dem Dornröschenschlaf - die Rureifel mauserte sich zu einer Ausflugs- und Erholungsregion.

Franz Krawutschke warb für „seine“ Eifel. Als Flachländer, einer kaufmännischen Lehre wegen von Potsdam nach Düren gezogen, faszinierten den 15-Jährigen die am Horizont sichtbaren Eifelberge vom ersten Tag an. Er wollte ihre Schönheit möglichsten vielen Menschen bekannt machen. Doch jeder Weg sollte respektvoll und achtsam gegenüber der Natur gegangen werden. Entsprechend sorgsam wurde von ihm die Ausweisung der Wege überlegt. Damit avancierten Krawutschke und der Eifelverein schon früh zu Vordenkern eines naturnahen Tourismus, wie ihn die Kommunen der Rureifel heute bewusst gestalten.

Fünfzig Jahre blieb der Wegeobmann und erste Ehrenwanderwart des Eifelvereins seinem Versprechen treu: Ich möchte ein Pfadfinder für mich selbst sein und ein Wegweiser für andere.

Ein Lieblingsort von Franz Krawutschke war der rund 400 Meter hohe Burgberg bei Bergstein, dem Standort des Aussichtsturms, der mutmaßlich bereits 1911 und nachweislich 1933 entstand und seinen Namen trägt. 1973 wurde sein 13 Meter hoher Nachfolger eingeweiht und später nochmals erhöht. Er wäre seine Stufen wohl oft und gern emporgestiegen.

Seit Ende 2018 erinnert ein kleines Denkmal an den Pionier der Eifel. Als sein Grabstein in Düren wieder entdeckt wurde, entstand bei den Bergsteinern die Idee, diesen zu restaurieren und vor dem Aufstieg zum Krawutschke Turm mit einer Info-Tafel zu ergänzen. Vier Wanderwege laden zum Besuch ein.

"Flyer Krawutschke" als pdf

Ort

Hürtgenwald

Kontakt

Rureifel-Tourismus e.V.
An der Laag 4
52396 Heimbach
Telefon: 0049 2446 80579 0
Fax: 0049 2446 80579 30

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