Der Schlangenberg – Riffe und Erze

Stolberg

Heute geöffnet
Am Schlangenberg treffen Natur- und Industriegeschichte unmittelbar aufeinander.

Vor rund 380 Millionen Jahren entstanden hier Korallenriffe und Kalkablagerungen, später wurden sie an Bruchstellen von Zink und Bleierzen durchzogen. Genau diese reichen Bodenschätze machten den Schlangenberg bis ins 19. Jahrhundert zu einem Zentrum des Erzabbaus. Und noch heute erinnern Stollen, Pingen und Halden an diese Zeit.

Als der Erzabbau endete, begann die Natur, das Gelände zurückzuerobern. Auf den metallhaltigen Böden wachsen seither Pflanzen, die mit Schwermetallen zurechtkommen, die sogenannte Galmeiflora.

Ihr bekanntester Vertreter ist das leuchtend gelbe Galmei-Veilchen, das zwischen April und Mai blüht. Es steht für die erstaunliche Anpassungsfähigkeit des Lebens – und für den Wandel von einem Meer, zum kargen Abbaugebiet und schließlich zu einem natürlichen Lebensraum.

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