Wandern in der Rureifel, © Guido Priske

Wandersüchtig? Wie schön!

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Es ist ein Gefühl von Luxus, einfach mal ohne Ziel unterwegs zu sein. An jeder Weggabelung spontan die Richtung zu wählen. Keine andere Leistung abrufen zu müssen, als die, mit allen Sinnen zu genießen. Zu dieser entspannten Gangart verführt die unberührte Natur der Rureifel auf Schritt und Tritt. Wer sein Wanderglück aber nutzen möchte, um mehr über die Landschaft, ihre Kultur und Geschichte zu erfahren, der ist auf den Themenwegen genau richtig. 80 zertifizierte und von fleißigen Ehrenamtlern gepflegte Wanderwege, machen beides möglich: sich treiben lassen oder geplante Touren wandern. 
Zweites lässt sich bestens planen mit den online verfügbaren Wandervorschlägen. Hier sind die Streckenverläufe vieler Touren beschrieben und natürlich alle wichtigen Fakten wie Länge, Schwierigkeitsgrad, Wanderdauer, Höhenprofil und Highlights.  Ausgedruckt oder heruntergeladen auf ein GPS-System fällt die Orientierung leicht. Nicht so leicht ist die Entscheidung für eine Wunschtour, da jede Route mit besonderen Attraktionen lockt. 

Spektakulär beispielsweise wie die „Eifler Steilküste“ in Heimbach oder idyllisch wie der Spaziergang durch die Nideggener „Ruraue“ oder das reizvolle Wandergebiet rund um den Stausee in Kreuzau-Obermaubach. Wohl dem, der mehrere Tage zur Verfügung hat. Dann ist die in Kreuzau beginnende „Buntsandsteinroute“ ein absoluter Favorit. Auf den zwei Etappen von Kreuzau bis zur Urftsee-
mauer werden wunderschöne Passagen aus Wäldern, Flussauen und Wiesen durchwandert. Ein Zubringerweg zum „Eifelsteig“, der ihm in Qualität und Genuss in nichts nachsteht.  
Wiederum ganz anders ist der landschaftliche Eindruck, den die Drover Heide vermittelt. Sie ist durch einen rund 14 Kilometer langen Rundwanderweg erschlossen, der in Kreuzau-Drove startet und das Natur- und Vogelschutzgebiet mit seinen offenen Heide- und Waldbereichen sowie zahlreichen Kleingewässern umringt. Innerhalb des Heidegebietes laden verschiedene farbig gekennzeichnete Rundwege (u.a. barrierefreier Weg 2,2 km mit Aussichtshügel) zur ruhigen Erholung und Entspannung ein. Nicht nur die Vegetation der Kreuzauer Heide ist ein Aha-Erlebnis für die Seele, vor allem zur Blütezeit im August. In dieser weiten und offenen Landschaft, in denen kleine Eichenwälder immer wieder natürliche Kontraste setzen, leben im Schutz der Einsamkeit viele seltene Tiere und Pflanzen. 
Damit kann auch der Themenweg „4 Täler“ aufwarten, doch die Bewohner der Talauen und Fließgewässer stellen ganz andere Lebenserwartungen. Welche, darüber informieren die Schautafeln entlang der 11 Kilometer langen Route, die in Vossenack startet. 
Sind die Beine kürzer oder müder, gibt es auch Spaziergänge, die für die ganze Familie geeignet sind. Beispielsweise der Hundsleyweg, der vom Nideggener Ortsteil Abenden aus etwa 3,4 Kilometer entspannt durch eine herrliche Waldlandschaft führt. Anreisen kann man bequem mit der Rurtalbahn, und sofort geht es mit sanfter Steigung und sanftem Gefälle ab in die Natur. Einfach mal abschalten, frische Luft tanken und den Alltag vergessen ist hier ein Kinderspiel. 

Ganz gleich auf welcher Route – die Rureifel ist ein Wanderparadies!