Ein tierischer Landschaftsarchitekt in seinem Teich., © Elena Schütt

Auf den Spuren der tierischen Baumeister

Die erfolgreiche Wiederansiedlung des größten europäischen Nagetiers begann vor gut 30 Jahren im Tal der Weißen Wehe. An dem kleinen Fließgewässer der Rureifel wurden 1981 drei Biberpaare freigelassen, deren Nachkommen heute die Rur von der Quelle bis zur Mündung sowie einige Nebenbäche besiedeln.

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Der 100 Jahre lang ausgerottete und wieder frei lebende größte Nager Europas liebt die naturbelassene Region. Diese friedliche Landschaft ist ein idealer Rückzugs- und Wiederansiedlungsraum für die sehr scheuen pelzigen Baumeister am Wasser. Etwa 400 von ihnen leben in der Eifel. Mit Exkursionen samt Nachtsichtgeräten oder auch mit Ausstellungsbesuchen erfahren die Naturliebhaber alles über eine mittlerweile wieder glückliche Beziehung zwischen Mensch und Tier. Denn heute ist der Biber auch nach Meinung der Einheimischen kein Störenfried, der die Bäche und Flüsse gegen den menschlichen Willen gestaltet, sondern ein höchst willkommener Rückkehrer in seine angestammte Heimat.

Ausgehend von der Biologischen Station Düren sind die Eifelbiber auch mit kleineren, etwa halbtägigen Tagestouren zu entdecken. Mit Startpunkten in Heimbach und Hürtgenwald gibt es geführte Wanderungen ins Reich der Biber, um vor Ort zu sehen, wie sie leben und welche Spuren sie in ihren Lebensräumen hinterlassen: Regelrechte Stauseen oder imposante Burgen aus gesammelten Hölzern sind seine Werke. Individuell buchbare Bibertouren oder eine geführte Wanderung an jedem ersten Sonntag im Monat zwischen April und November erschließen ein echtes Naturparadies. Besondere Exkursionen gibt es für Schulklassen: Die Schülerinnen und Schüler sind schwer begeistert von der tierisch guten Baukunst.